Mehr tot als lebendig – doch Findus lebt!

In diesen Tagen kommen wieder vermehrt die Meldungen von „Katzenbabys ohne Mama gefunden“. So auch in den vergangenen Tagen. Eine wilde Katzenmama hat ihren Nachwuchs in einer Scheune in einem Ortsteil von Alsfeld bekommen. Der Besitzer der Scheune hörte bei Arbeiten ein leises, klägliches Miauen und entdeckte ein kleines Katerchen. Die Augen und der Kopf bereits mit Fliegenmaden voll. Seine Geschwister waren bereits schon alle tot. So ging der Finder zu Frau Kühneweg und bat um Hilfe, da er mit der Situation total überfordert war und nicht wusste, was er machen sollte.

Frau Kühneweg wusste um den Fundtiervertrag der Stadt Alsfeld mit dem Tierzentrum in Gelnhausen und rief sofort dort an. Wie sie uns schilderte, meinte die nette Dame am anderen Ende, dass auf die Mutter gewartet werden solle und sie bestimmt bald käme, denn vor 9Uhr am nächsten Morgen würde man das Kitten nicht abholen können. Frau Kühneweg bat nun direkter um Hilfe und schilderte nochmal die extrem ernste Situation des Kitten, dass es bis dahin tot sei und sie nicht wüsste was sie tun solle, aber dies änderte nichts an der Aussage.

In ihrer Verzweiflung wand sie sich an unser Tierheim. Der kleine Kerl wurde sofort erstversorgt, die Maden wurden aus beiden Augen gewaschen und alle Weiteren vom Kopf entfernt. So durfte er auf eine unserer erfahrenen Pflegestellen ziehen: zu Frau Isa Keil. Sie und ihre Familie kennen sich gut mit Flaschenkindern aus und auch Hündin Akira nahm sich sofort seiner an. Gerade einmal 140 Gramm brachte der kleine Kerl, der den Namen Findus bekam, auf die Waage.

Durch die liebevolle Fürsorge von Familie Keil und Hündin Akira, nahm Findus schnell an Gewicht zu und wird nun immer mobiler. Er hat es geschafft! Es ist so traurig, dass es seine Geschwister nicht überlebt haben und wieder einmal zeigt dieses Beispiel das Leid von unkastrierten Katzen. Obwohl in Alsfeld und den Stadtteilen die Katzenschutzverordnung besteht, gibt es nach wie vor viel zu viele unkastrierte Freigänger. Das dadurch verursachte Leid ist so groß. Der kleine Findus hatte Glück im Unglück. Wieder möchten wir an alle Tierbesitzer appellieren: Lassen Sie ihre Katzen und Kater kastrieren.

Natürlich ist die Aufzucht und die Behandlung mit Kosten verbunden und wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung freuen. Wenn Sie uns Kittenaufzuchtsmilch von GimCat (bitte diese Sorte, da man in einer bereits bestehenden Fütterung nicht die Marke wechseln sollte) spenden könnten, kleine weiche Kuscheldecken und Kittenspielzeug, dann würde uns dies sehr helfen. Auch können Sie Findus sowie all die anderen Tiere mit einer monatlichen Patenschaft unterstützen.

Wir und vor allem Findus sagen: Herzlichen Dank! Und ein riesen Dank nochmal an die Pflegestelle Keil!

Anette und Andreas Jakob sind Findus Paten. Vielen Dank dafür!

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